Bundeskinderschutzgesetz - Lkrs. Rosenheim

Hier eine kurze Zusammenfassung der Vorgaben zum Bundeskinderschutzgesetz für die Feuerwehren des Landkreises Rosenheim, Stand 20.07.2014
Entsprechend den Dienstvorschriften sind alle Funktionen geschlechterneutral zu verstehen!

 

Von wem geht das Ganze aus?

Das Bundeskinderschutzgesetz ist seit dem 01.01.2012 gültig und ein bundesweites Gesetz, das auch in den Feuerwehren einzuhalten ist. Hierzu hat unser Kreisjugendamt im Mai 2014 über die Kommandanten folgendes Anschreiben an die Vereinsvorsitzenden versandt

 

Wer ist Verantwortlich?

Die Vereinbarung ist vom Vereinsvorsitzenden - nicht vom Kommandanten - einmalig zu unterzeichnen und an das Kreisjugendamt zurückzusenden. Bitte unbedingt eine Abschrift bei den Vereinsunterlagen ablegen!

 

Wer muss das erweiterte Fürhungszeugnis (eFZ) vorzeigen?

Der Vereinsvorsitzende als Verantwortlicher entscheidet, von wem er sich das eFZ vorzeigen lässt. Die offizielle Empfehlung des Kreisjugendamtes ist zu finden in diesem Schaubild

Im Rahmen der Arbeit in den Jugendfeuerwehren empfehlen (!) wir folgenden Personenkreis:

  • Kommandant und Stellvertreter
  • Vereinsvorsitzender und Stellvertreter
  • Zug- und Gruppenführer
  • Jugendwart
  • Ständige Helfer in der Jugendarbeit / Jugendbetreuer
  • Helfer bei Übernachtungen

Bei Unklarheiten bitte den Gesetzestext beachten!

 

Wie wird richtig vorgegangen?

  1. Der Vereinsvorsitzende unterschreibt einmalig (!) für den Feuerwehrverein die Vereinbarung des Kreisjugendamtes und schickt diese an das Kreisjugendamt zurück
  2. Der Vereinsvorsitzende bestimmt den Personenkreis, der das eFZ vorzuzeigen hat (s. oben). Für eine kostenneutrale Beantragung der eFZ ist die Bestätigung auszufüllen und zu unterzeichnen
  3. Wir empfehlen, dass der Vereinsvorsitzende und der Kommandant im Vier-Augen-Prinzip die Einsichtnahme vornehmen. Hierzu das Einsichtnahmeprotokoll unterzeichnen und bei den Vereinsunterlagen sicher und vorzeigbar aufbewahren!
  4. Die Einsichtnahme erfolgt entweder
    - in Form der Vorlage des durch die Behörde ausgefüllten Ersatzformulares

    - in Form der Prüfung des eFZ auf Tätigkeitsausschluss anhand der Einträge
  5. Das Protokoll muss nicht versandt werden, sondern ist sicher und vorzeigbar bei den Vereinsunterlagen aufzubewahren.

 

Was ist zu beachten?

  • Das eFZ darf nicht kopiert oder einbehalten werden
  • Das von der Behörde ausgestellte Ersatzformular darf kopiert und abgelegt werden!
  • In 5 Jahren sind die Schritte 2 bis 4 zu wiederholen
  • Verändert sich der Personenkreis (s. oben) sind die Schritte 3 und 4 zu wiederholen
  • Bei einem neuen Vereinsvorsitzenden oder Kommandanten behalten die Schritte 1 bis 4 der Vorgänger Gültigkeit. Unabhängig davon ist der Personenkreis (s. oben) zu prüfen

 

Was, wenn die Vereinbarung nicht unterschrieben wird?

Da es sich hierbei um eine bereits gültige gesetzliche Vorgabe handelt, die umgesetzt werden muss, bitte ich euch, dies als Qualitätsmerkmal zu versehen. Durch eine geschlossene Umsetzung können wir uns als "sauber" präsentieren und dies aktiv für die Nachwuchswerbung verwenden!

 

Gibt es auch alles auf einen Blick?

In unserem Downloadbereich gibt es zusammengefasst alle Informationen