Erfolgreicher Wissenstest der Jugendfeuerwehren

Im Vereinsleben aktiv mitwirken, erste Ausbildungsmodule absolvieren und schließlich bei Einsätzen an der Seite erfahrener Kameraden wichtige Fähigkeiten erlernen. Dass sie genau wissen, wie all das funktioniert und welche Regeln dabei gelten, bewiesen die rund 350 Teilnehmer beim diesjährigen Wissenstest der Jugendfeuerwehren im Landkreis Rosenheim.

IMG 1740   IMG 1775

Nach mehrwöchiger Vorbereitung hatten sich die Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren viel Fachwissen angeeignet. Etwa, dass sie es ihren jeweiligen Heimatgemeinden zukünftig durch ihr ehrenamtliches Engagement im aktiven Einsatzdienst überhaupt erst ermöglichen, den abwehrenden Brandschutz und die schnelle Technische Hilfeleistung vor Ort sicherzustellen.

Welche Rolle hierbei der Feuerwehrkommandant spielt, welche taktischen Einheiten es im Einsatzdienst gibt oder was eigentlich der Kreisbrandrat für Aufgaben hat, war genauso Bestandteil des Wissenstests 2015 wie Grundkenntnisse über die korrekte Schutzkleidung, den strukturellen Aufbau eines Feuerwehrvereins und die gesetzlichen Jugendschutzvorgaben.

DSC01633   DSC01693

Im Anschluss an die Auswertung der nach Altersklassen gestaffelten Fragebögen konnte Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer schließlich an jedem der insgesamt vier Prüfungsabende die erhoffte Nachricht überbringen: „Ihr habt alle bestanden, herzlichen Glückwunsch.“ Für die teilnehmenden Feuerwehranwärter hatte er die entsprechenden Abzeichen und Urkunden mitgebracht.

 

Jugendleistungsprüfung in Bruckmühl und Hemhof

Die Jugendgruppen der Freiwilligen Feuerwehren Bruckmühl und Hemhof haben im Oktober 2015 erfolgreich an der Jugendleistungsprüfung für die bayerischen Feuerwehren teilgenommen. Sie besteht aus einem praktischen Teil, der viele Aufgaben aus dem Einsatzgeschehen bei der Feuerwehr abbildet, und einem Fragebogen.

Bruckmühl 2015 1   Hemhof 2015 1

Zur Leistungsprüfung gehören praktische Übungen wie das zielgenaue Ausrollen von Schläuchen und der Leinenzielwurf. Auch das Kuppeln einer 90 Meter langen Schlauchleitung in einer bestimmten Zeit ist zu absolvieren. Des Weiteren werden verschiedene Knoten und Stiche, die man bei der Feuerwehr benötigt, abgefragt. Diese müssen innerhalb einer bestimmten Zeitvorgabe richtig angelegt beziehungsweise ausgeführt werden.

Bruckmühl 2015 2   Hemhof 2015 3

Gerätekunde und ein schriftlicher Prüfungsteil zählen ebenfalls zum Umfang der Jugendleistungsprüfung. Sämtliche Aufgaben wurden nach intensiver Vorbereitung erfolgreich gemeistert und alle sieben Teilnehmer aus Brückmühl sowie alle 15 Teilnehmer aus Hemhof - unter ihnen elf Feuerwehranwärterinnen - haben die Prüfung bestanden. Nach der Übergabe der Abzeichen durch Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Pöhmerer endeten die Abende mit einer gemeinsamen Brotzeit.

Bruckmühl 2015 3   Hemhof 2015 2

Die verantwortlichen Jugendwarte bedankten sich abschließend noch besonders bei den Prüfern, den Vertretern der Kreisbrandinspektion sowie allen Helfern, die sie im Vorfeld bei den Übungen zur Jugendleistungsprüfung unterstützt hatten. 

 

Als Delegierte hautnah dabei

Benedikt Galavics und Andreas Kohrs von der Jugendfeuerwehr Vogtareuth vertraten im September 2015 den oberbayerischen Feuerwehrnachwuchs bei der Delegiertenversammlung der Deutschen Jugendfeuerwehr im rheinland-pfälzischen Montabaur. Neben wichtigen Verbandsentscheidungen stand zudem ein spannender Besuch beim Finale des Bundeswettbewerbs auf dem Programm.

DJF Montabaur 2015

Trotz einer zweistündigen Wartezeit im Stau auf der Autobahn ließen sich die beiden Vogtareuther, die natürlich auch die Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim repräsentierten, nicht aus der Ruhe bringen. Nach einem entspannten Abend wurde am folgenden Vormittag eine Vorbesprechung mit den im Hotel untergebrachten Delegierten absolviert.

In der Stadthalle von Montabaur hieß es schließlich „Herzlich willkommen!“ und die knapp 200 angereisten Vertreter aus allen Bundesländern befassten sich mit der umfangreichen Tagesordnung. Neben vielen Abstimmungen gab es auch Berichte vom Bundesjugendforum sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema Jugendfeuerwehr und Ausbildung.

Der zweite Abend in Montabaur endete für Benedikt und Andreas (Foto von links) mit dem Besuch der Veranstaltung „Jugendfeuerwehr CreACTive“. Hier mussten die für den Bundeswettbewerb qualifizierten Mannschaften mit selbst entworfenen Bühnenprogrammen unter anderem Kreativität, Spontanität sowie Gemeinschaftssinn unter Beweis stellen.

Am letzten Tag der Reise stand schließlich das örtliche Sportgelände im Mittelpunkt des Interesses. Der neue deutsche Meister im Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren wurde gesucht und nach spannenden Durchgängen (A-Teil Löschangriff und B-Teil Hindernislauf) mit der Jugendfeuerwehr Möllenbeck aus Niedersachsen gefunden. Bärenstark war übrigens die Mannschaft Heldenstein-Lauterbach aus unserem Nachbarlandkreis Mühldorf mit Platz vier.

Ein durchweg positives Fazit zog schließlich auch Benedikt Galavics: „Es war ein sehr schönes und informatives Wochenende, an dem man einmal mitbekommen konnte, wie es in der Jugendfeuerwehr auf Bundesebene abläuft.“ Zudem hätten ihn die Disziplin sowie der Eifer der Mannschaften beim Bundeswettbewerb tief beeindruckt. „Ich würde mich auf jeden Fall wieder als Delegierter zur Verfügung stellen, wenn sich eine solche Gelegenheit ergibt.“

 

Höhepunkt der Jugendfeuerwehr-Karriere

Dass für angehende Feuerwehrfrauen und -männer nicht nur technisches Verständnis, sondern auch körperliche Fitness und Gemeinschaft zählen, konnte man am Samstag, den 19. September 2015, in Flintsbach beobachten. Zwei Nachwuchsgruppen aus dem Landkreis Rosenheim sicherten sich die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr.

IMG 5973   IMG 5984

Nach wochenlangem, intensivem Training traten die Jugendfeuerwehren Flintsbach und Ostermünchen zur anspruchsvollen Prüfung an. Es ging um nicht weniger als das höchste Abzeichen, welches Feuerwehranwärter/-innen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren in Deutschland erwerben können. Ein zentraler Bestandteil der zu absolvierenden Aufgaben war der fehlerfreie Aufbau eines vollständigen Löschangriffes.

IMG 6009   IMG 6066

Darüber hinaus wurden aber auch die feuerwehrspezifischen Theoriekenntnisse sowie das Allgemeinwissen mittels eines Fragebogens geprüft. Und weil die Leistungsspange einen sportlichen Schwerpunkt hat, standen neben einem 1.500 Meter-Staffellauf auch noch Kugelstoßen und eine Schnelligkeitsübung mit dem Verlegen und Zusammenkuppeln einer C-Schlauchleitung auf dem Programm.

IMG 6098   IMG 6105

Während der gesamten Prüfungsphase achteten die Schiedsrichter/-innen zudem penibel auf den Gesamteindruck, welchen die beiden angetretenen Gruppen im Hinblick auf Disziplin und gegenseitige Unterstützung machten. Die gute Vorbereitung durch die Ausbilder/-innen machte sich schließlich bezahlt und alle Teilnehmer/-innen erhielten zum Abschluss der Prüfung die begehrten Abzeichen.

IMG 6223   IMG 6130

Ein herzlicher Dank der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim geht an alle anwesenden Schiedsrichter/-innen und Helfer/-innen, die vor, während und nach der Abnahme für einen reibungslosen Ablauf sowie die Verpflegung gesorgt haben.

 

Suchwanderung als spannende Herausforderung

Ganz in der Hand des Feuerwehrnachwuchses aus der Region waren am Samstag, 5. September 2015, die Gemeinde Eiselfing sowie die Wasserburger Altstadt. Ein spannender Wettkampf hielt für insgesamt 14 Mannschaften zahlreiche knifflige Aufgaben bereit, welche die Jugendlichen zu meistern hatten.

3   1

Schon mal an den Sprossen einer langen Feuerwehr-Drehleiter entlanggehangelt, um möglichst viele Punkte für die eigene Mannschaft zu erzielen? Nein, aber im Ernstfall zählen ja schließlich auch Spontanität und jede Sekunde. Also Zähne zusammenbeißen und kräftig zupacken, denn jede geschaffte Sprosse bringt wertvolle Punkte. Und die neugierigen Blicke der vielen Zuschauer mitten in der Wasserburger Salzsenderzeile einfach als zusätzliche Motivation begreifen.

7   13

An zwölf Wettkampfstationen, aufgereiht entlang einer mehr als fünf Kilometer langen Route von Eiselfing nach Wasserburg, mussten die rund 80 Teilnehmer aus den Landkreisen Rosenheim und Mühldorf allerlei Feuerwehrwissen genauso wie körperliche Fitness und Kreativität an den Tag legen. Die Einladung zur Löschwassersuchwanderung der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim hatte Jugendgruppen von Flintsbach bis Haag an den Start gelockt.

2   12

Über den Rathausvorplatz in Eiselfing, den Naturlehrpfad in Bachmehring, Weikertsham und die Schöne Aussicht ging es hinein in die Altstadt. Ein durch spezielle Brillen eingeschränktes Sichtfeld musste überwunden werden, um Kübelspritzen bedienen zu können. Dann galt es, Ziele auf der anderen Seite eines Baches mit dem Strahlrohr zu treffen und wenig später war plötzlich ein verletzter Waldarbeiter unter Zeitdruck aus dem Gehölz zu retten.

5   4

Zwischendurch sorgten Leinenzielwerfen oder das Errichten eines hölzernen Wackelturms für viel Aufheiterung und gute Stimmung. Ganz allgemein war der Wettbewerb von den Organisatoren mit dem Fokus auf die Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung innerhalb der einzelnen Gruppen initiiert worden. Die Jugendfeuerwehrler aus Großkarolinenfeld etwa, die gleich mit zwei Teams angereist waren, fassten ihre Eindrücke wie folgt zusammen: „Tolle Stationen und realistische Szenarien. Wir sind beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder mit dabei.“

11   9

Für zusätzliche Spannung bei der Punktejagd sorgte auch ein über die gesamte Wegstrecke verteiltes Bildersuchrätsel. Und während die letzten Gruppen kurz vor dem Ziel gerade noch im Hinblick auf ihre Erste Hilfe-Kenntnisse geprüft wurden und beim Feuerwehrauto-Schieben in der Herrengasse um jeden Meter kämpften, konnte auch Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Pöhmerer ein zufriedenes Fazit ziehen: „Unser Ansporn war, einen fairen und interessanten Wettbewerb für Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren anzubieten, um auch das gegenseitige Kennenlernen der Nachwuchsgruppen zu fördern.“

10   14

Am Ende sicherte sich die Jugendfeuerwehr Aham den vielumjubelten Sieg vor den Mannschaften Großkarolinenfeld 1 und Pfaffing 1. Kreisbrandinspektor Georg Wimmer dankte den Feuerwehren aus Bachmehring und Wasserburg für die personelle Betreuung der Wettkampfstationen. Er sprach den Teilnehmern bei der Preisverleihung seine Anerkennung aus: „Ich bedanke mich für euer Engagement bei euren Heimatfeuerwehren. Ihr seid damit alle zusammen nicht nur heute Gewinner und wir sind stolz auf euch.“

Viele weitere Fotos und Eindrücke von der Löschwassersuchwanderung findet ihr auch in den Berichten der Nachrichtenportale Wasserburger Stimme und Rosenheim24.de.

Die Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim bedankt sich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei allen Sponsoren für ihre großzügige Unterstützung!