Modulare Truppausbildung: Gemeinsam mehr erreichen

Bei der Ausbildung der Feuerwehranwärter in der Gemeinde Bad Feilnbach wird ein neuer Weg beschritten. Während die Schulung des Nachwuchses bisher an den einzelnen Standorten jeweils in Eigeninitiative erfolgte, setzen die vier freiwilligen Feuerwehren ab sofort auf ein gemeinsames Konzept.

MTA Bad Feilnbach 2016

Anlass für das neue Modell ist eine Änderung des gesetzlich vorgeschriebenen Ausbildungsweges. Nach der Überarbeitung findet nun eine sogenannte Modulare Truppausbildung (MTA) statt. Die vier Jugendwarte der Feuerwehren aus Au, Bad Feilnbach, Dettendorf und Litzldorf haben einen fixen Ausbildungsplan für alle Jugendlichen, die sich auf den aktiven Feuerwehrdienst vorbereiten, aber auch für erwachsene Quereinsteiger konzipiert. Er sieht vor, dass die abzuleistenden Module auf die vier Feuerwehren aufgeteilt und somit zentral geschult werden. Zusätzlich zu den allgemeinen Themen wie Fahrzeugkunde, Absturzsicherung, Lebensrettende Sofortmaßnahmen oder Gerätekunde wird Fachwissen in Spezialgebieten durch externe Ausbilder des Kreisfeuerwehrverbandes Rosenheim vermittelt.

„Der Ausbildungsinhalt wurde in 18 Module aufgeteilt, wobei ein Modul aus ein bis zwei Terminen besteht“, so der Auer Jugendwart Josef Antretter. Zudem sollen sich die Module alle zwei Jahre wiederholen, damit eventuell versäumte Stunden leicht aufgeholt werden können. Dazwischen gibt es auch allgemeine Jugendübungen oder Gruppenabende, um die Zeit bei der freiwilligen Feuerwehr stets interessant zu gestalten. Ausgewählte Themen sollen auch den erfahrenen Feuerwehrkameraden zur Auffrischung angeboten werden.

„Gedacht ist das Ganze nicht nur für die Jugendfeuerwehr, sondern auch als fundierte Grundausbildung für Erwachsene, die als Quereinsteiger bei der freiwilligen Feuerwehr ihren Mitmenschen helfen möchten. Dabei kann man seine Interessen und Fertigkeiten in vielen Bereichen einbringen“, so das einstimmige Credo der Kommandanten.

 

Neunmal bei Jugendflamme erfolgreich

Zur Abnahme der Jugendflamme der Deutschen Jugendfeuerwehr in den drei unterschiedlichen Wertungsstufen waren Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer und Kreisbrandmeister Rudolf Huber kürzlich bei der Jugendfeuerwehr Kolbermoor zu Gast. Neun Feuerwehranwärter, unter ihnen zwei Mädchen, stellten sich den Aufgaben und lösten diese nach den im Vorfeld absolvierten Übungseinheiten souverän. Zum Abschluss erhielten sie die entsprechenden Uniformabzeichen. Neben einem großen Lob für das Engagement der Teilnehmer sprach Manuel Pöhmerer auch dem Ausbilderteam rund um Nina Schrank seinen Dank aus.

Jugendflamme Kolbermoor 2015

 

Ein spannendes Abenteuer zum Jahresabschluss

Der diesjährige Kinotag der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim in Bad Aibling entführte die rund 130 Teilnehmer in ein futuristisches Abenteuer. Eine Besiedelungsaktion auf dem fernen Planeten Mars mit spannender Rettungsaktion bot den Stoff für einen interessanten Ausflug.

„Im 3D-Film ‚Der Marsianer – Rettet Mark Watney‘ geht es um Teamverständnis, Selbstvertrauen in Notlagen und die Rettung von Menschen. Themen, die euch als ehrenamtliche Feuerwehrmitglieder ebenfalls sehr nahe stehen“, erklärte Aibvision-Geschäftsführer Robert Siersch bei der Begrüßung. Er hatte dem Feuerwehrnachwuchs aus dem gesamten Landkreis Rosenheim sowie den Ausbildern wieder einen vergünstigten Eintrittspreis ermöglicht.

KJF Kinotag 2015

Mit dabei waren in diesem Jahr die Jugendfeuerwehren Amerang, Bad Aibling, Bad Feilnbach, Beyharting, Brannenburg, Flintsbach, Götting, Großkarolinenfeld, Oberaudorf, Ramerberg, Rott am Inn, Schlossberg, Schönau, Söchtenau sowie die THW-Jugend Rosenheim. Sie alle nahmen mit ihren Eintrittskarten auch an der im Kinosaal vorgenommenen Verlosung von sogenannten Schlüsselfindern der Versicherungskammer Bayern teil.

„Ich freue mich sehr, dass immer mehr Jugendgruppen unseren Kinotag mittlerweile als schönen Jahresabschluss oder Ergänzung der eigenen Weihnachtsfeier annehmen“, zog Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer ein zufriedenes Fazit.

 

Abnahme der Jugendflamme bei der Feuerwehr Bernau

Acht Mitglieder der Jugendfeuerwehr Bernau am Chiemsee unterzogen sich kürzlich einer Überprüfung ihrer bislang in der Ausbildung erworbenen Fähigkeiten. Sie erwarben dabei erfolgreich die erste Stufe der Jugendflamme der Deutschen Jugendfeuerwehr in Form eines Abzeichens.

Jugendflamme Bernau 1   Jugendflamme Bernau 2

Die Schiedsrichter rund um Bereichsjugendwart Michael Beier bewerteten die gezeigten Leistungen in den Bereichen Knoten und Stiche, Hydrantenkunde, Inbetriebnahme eines C-Strahlrohrs, Fahrzeugkunde und korrektes Absetzen eines Notrufs. Alle acht Feuerwehranwärter bestanden die Prüfung und erhielten durch die anwesenden Kommandanten sowie die Vertreter der Vorstandschaft des Feuerwehrvereins großes Lob. Als Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement spendierte die Gemeinde Bernau am Chiemsee den Jugendlichen, ihren Ausbildern und den Schiedsrichtern eine Brotzeit.

 

Asylbewerber zu Gast im Feuerwehrhaus

Freundschaftliches Kennenlernen bei der Bachmehringer Feuerwehr: Die beiden Kommandanten Florian Hasieber und Alexander Maier empfingen gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr die aktuell in der Gemeinde Eiselfing lebenden Asylbewerber. Im Rahmen ihres Besuchs lernten die Gäste wichtige Sicherheits- sowie Brandschutzprinzipien kennen und konnten Ausrüstungsgegenstände auch eigenhändig ausprobieren.

Asylbewerber 1   Asylbewerber 2

Die Bedeutung der Notrufnummer 112 mit den erforderlichen Angaben im Ernstfall stand ebenso auf dem Programm wie das richtige Verhalten beim Alarm eines Rauchwarnmelders in der Wohnung. Beim Betätigen eines Feuerlöschers konnten sich die Besucher unter Anleitung der Feuerwehrleute die korrekte Handhabung selbst aneignen. Darüber hinaus erlebten sie die kleine Vorführung eines Einsatzes mit Atemschutzausrüstung.

Zahlreiche Fragen zum Feuerwehrwesen in Deutschland verdeutlichten das große Interesse und in gemeinsamen Gesprächen wurden neue Kontakte geknüpft. Fasziniert von der Technik durften sich die Gäste zum Abschluss ihres Besuchs noch an der Bedienung von Rettungsspreizer sowie Strahlrohr versuchen. Hierbei erhielten sie Unterstützung durch die Feuerwehrwärter, die gleich ihr kürzlich in der abgeschlossenen Modularen Truppausbildung erworbenes Fachwissen anwenden konnten.