Zusammenhalt stärken und mit Ideen bereichern

Im Rahmen der jüngsten Dienstversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim wurde Christina Ralser aus Flintsbach zur neuen Sprecherin des Feuerwehrnachwuchses im Landkreis gewählt. 

Kreisjugendsprecherin 2016

Die 16-jährige Realschülerin aus dem Inntal ist trotz der in den kommenden Wochen anstehenden Abschlussprüfungen Feuer und Flamme für das neue Ehrenamt. Als Mitglied und Jugendsprecherin der Flintsbacher Jugendfeuerwehr sind ihr die Strukturen der freiwilligen Feuerwehr und die Bedeutung der Übernahme von Verantwortung bereits sehr gut bekannt.

Und auch die notwendige Ausdauer für die neuen Aufgaben bringt Christina Ralser zweifelsohne mit. So zählen unter anderem Handballspielen, Skifahren und begeistertes Berggehen zu ihren sportlichen Aktivitäten in der Freizeit.

Als Kreissprecherin der Jugendfeuerwehren hat sie sich für ihre zweijährige Amtszeit ehrgeizige Ziele gesteckt, die sie selbstbewusst formuliert: „Mit geht es vor allem um die Stärkung des Zusammenhalts unter den einzelnen Jugendgruppen. Ich denke da beispielsweise an gemeinsame Übungstage, gemischte Wettkampfteams oder größere 24 Stunden-Jugendübungen.“

Darüber hinaus sei es ihr sehr wichtig, dass die Jugendfeuerwehren im Landkreis Rosenheim auch jenseits der Ausbildungsveranstaltungen mehr miteinander zu tun hätten, betont Christina Ralser. „Schließlich sind es ja die Jugendlichen, die in Zukunft über die Gemeindegrenzen hinaus zusammen Feuerwehreinsätze aller Art meistern müssen.“ Wenn diese sich dann bereits kennen würden, brächte das große Vorteile mit sich.

Die neue Kreisjugendsprecherin ist Nachfolgerin von Annkatrin Simon und freut sich auf zwei erlebnisreiche sowie interessante Jahre. Ebenfalls sehr wichtig ist ihr in diesem Zusammenhang noch ein weiterer Aspekt: „Da ich jetzt auch offiziell dem Ausschuss der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim angehöre, möchte ich diesen als weibliche Unterstützung mit meinen Ideen bereichern.“

 

Feuerwehr-Jugendarbeit im Landkreis ist bunt und vielfältig

Mehr als 900 Mädchen und Jungen sind aktuell in einer der Jugendfeuerwehren im Landkreis Rosenheim ehrenamtlich tätig. Ihre Ausbilder trafen sich nun kürzlich in Neubeuern zur jährlichen Dienstversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim. Neben einem Rückblick auf die vielfältigen Aktivitäten 2015 standen auch Ehrungen verdienter Funktionsträger auf dem Programm. Darüber hinaus wählten die Sprecher der einzelnen Jugendgruppen ihre beiden neuen Vertreter auf Kreisebene.

Christina Ralser FlintsbachTimo Paul WasserburgZur Kreisjugendsprecherin wurde die 16-jährige Christina Ralser von der Feuerwehr Flintsbach bestimmt. Ihr gleichaltriger Stellvertreter ist Timo Paul aus Wasserburg (siehe Fotos). „Wir bedanken uns für die Wahl und freuen uns sehr darauf, die Interessen der Jugendgruppen vertreten zu dürfen“, betonten die beiden in ihrer kurzen Antrittsrede.

Der bewusst mit vielen Bild- und Filmsequenzen dargestellte Jahresrückblick sorgte für einen kurzweiligen Verlauf. Und dennoch kam das breite Spektrum der geleisteten Jugendarbeit in den Feuerwehren nicht zu kurz. Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer ging unter anderem auf den erfolgreichen Kreisjugendfeuerwehrtag in Pfaffing mit mehreren Hundert Teilnehmern und die Durchführung eines Wissenstests im gesamten Landkreis ein.

„Rund 200 Feuerwehranwärterinnen und -anwärter konnten erfreulicherweise in den aktiven Dienst übernommen werden und bilden somit die Zukunft der einzelnen Feuerwehren“, betonte Pöhmerer. Mit mehr als 900 Jugendfeuerwehrlern dürfe sich der Landkreis Rosenheim auch weiterhin einer der mitgliederstärksten in Oberbayern nennen.

Für das laufende Jahr sind neben der Organisation eines Landkreis-Zeltlagers auch wieder Fortbildungsveranstaltungen für die Jugendwarte und gemeinsame Übungseinheiten mit anderen Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk fest eingeplant. Die stellvertretende Vorsitzende des Kreisjugendrings Rosenheim, Elisabeth Redl, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und warb um das Engagement des Feuerwehrnachwuchses in ihrem Verband.

Stellvertretender Landrat Josef Huber lobte die „vorbildliche Arbeit der Jugendfeuerwehren“. Anhand der präsentierten Aktivitäten lasse sich der vielfältige und wichtige Dienst der Jugendlichen und ihrer Ausbilder eindrucksvoll ablesen.

 

Besondere Anerkennung für besondere Leistungen

Gleich drei Ehrungen wurden im Rahmen der jüngsten Dienstversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim in Neubeuern ausgesprochen. Manuel Pöhmerer, Elisabeth Smettan und Michael Beier haben sich in ganz unterschiedlicher Weise um die Jugendarbeit in der Feuerwehr verdient gemacht.

Foto Ehrungen

Foto (von links): Bezirksjugendwart Andreas Halmer mit Michael Beier, Elisabeth Smettan und Manuel Pöhmerer.

Bezirksjugendwart Andreas Halmer überreichte dem seit 1. Januar 2010 amtierenden Rosenheimer Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer aus Wasserburg die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber. „Herr Pöhmerer hat der Jugendarbeit der Feuerwehren im Landkreis ganz im positiven Sinne seinen unverkennbaren Stempel aufgedrückt“, hieß es in der Laudatio. Das zusätzliche Engagement weit über die Landkreisgrenzen hinaus, wie etwa bei der federführenden Organisation eines deutsch-finnischen Jugendleiteraustausches im Jahr 2015 in Oberaudorf, rechtfertigten die Auszeichnung zusätzlich.

Im Zusammenhang mit letztgenanntem Projekt wurde Elisabeth Smettan von der Feuerwehr Bachmehring mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Bayern in Silber ausgezeichnet. Sie gehörte neben Manuel Pöhmerer zur Organisationsleitung des Jugendleiteraustauschs und hatte diesen bereits seit drei Jahren auch auf Ebene der oberbayerischen Jugendfeuerwehr intensiv mit vorbereitet und somit die erfolgreiche Durchführung ermöglicht. Rund 40 Feuerwehr-Jugendleiter aus Deutschland und Finnland vernetzten sich mehrere Tage lang und erlebten ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Unverzichtbare Arbeit für die Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim weit über das übliche Maß hinaus leistet auch Michael Beier aus Vogtareuth. Er ist nicht nur seit vier Jahren Jugendwart der örtlichen Feuerwehr, sondern seit 2013 zusätzlich Bereichsjugendwart in der Region Chiemsee, Ausbilder für den Kreisfeuerwehrverband sowie Ansprechpartner für die gezielte Zusammenarbeit von Jugendfeuerwehren und den Jugendgruppen des Technischen Hilfswerks. In Anerkennung seiner Leistungen erhielt er ebenfalls die silberne Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Bayern.

 

„1,2 oder 3“ – Die Jugendfeuerwehr Flintsbach war mit dabei!

Kürzlich durften 13 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Flintsbach und drei Erwachsene an einer Aufzeichnung der Fernsehsendung „1, 2 oder 3“ in den Bavaria-Filmstudios in München teilnehmen. Zwar „nur" als Zuschauer, doch selbst das war hoch interessant. Neben den vielen Kameras, Scheinwerfern und dem 1, 2 oder 3-Studio waren wir vor allem auf die beiden Moderatoren der Sendung, Elton und Piet Flosse, gespannt.

1 2 oder 3   1 2 oder 3 II

Diese brachten schon vor der Sendung richtig Stimmung ins Studio und waren immer wieder für Lacher zu haben. In der Sendung ging es dann um das Thema „Essen und Ernährung“. Die drei Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz spielten dabei um die meisten Punkte und wurden von uns Zuschauern natürlich tatkräftig sowie lauthals bei der richtigen Lösungssuche unterstützt.

Wer nun wissen möchte, welches Team gewonnen hat, der sollte am Samstag, den 28. Mai 2016, um 08:10 Uhr unbedingt das ZDF einschalten. Hier wird die Aufzeichnung ausgestrahlt. Vielleicht entdeckt der ein oder andere von euch dann ja auch ein ihm wohl bekanntes Gesicht im Publikum.

 

In stillem Gedenken

TrauerDie Jugendfeuerwehren im Landkreis Rosenheim zeigen sich angesichts des tragischen Zugunglücks am 9. Februar 2016 bei Bad Aibling erschüttert. Wir trauern um die Verstorbenen und drücken ihren Angehörigen und Freunden unser tiefes Mitgefühl aus. Allen Verletzten senden wir auf diesem Weg unsere Genesungswünsche. Mögen sie die nötige Kraft und Ruhe finden, das Erlebte zu verarbeiten. Unser Respekt gilt den vielen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden sowie den übrigen Rettungskräften aus der Region für ihren vorbildhaften, selbstlosen Einsatz.