Starke Leistungen beim CTIF-Landesentscheid

Der Landesentscheid für den internationalen Wettbewerb der Jugendfeuerwehren (CTIF) fand kürzlich im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen statt. Unter den insgesamt rund 1.000 Teilnehmern aus dem gesamten Freistaat waren auch Mitglieder sowie Ausbilder der Jugendfeuerwehren Flintsbach und Schönau.

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Sie mussten sich in den beiden Disziplinen „Feuerwehrhindernisübung“ und „Staffellauf mit Hindernissen“ beweisen, was im Vorfeld zahlreiche intensive Übungseinheiten erforderte. Hoch motiviert gingen die heimischen Feuerwehranwärter in den Wettkampf und erzielten dabei starke Ergebnisse.

Die gemischte Mannschaft Altmühldorf/Au am Inn/Flintsbach durfte sich am Ende in der Gold-Wertung über Platz 24 (Silber-Wertung: Platz 17) innerhalb des Teilnehmerfeldes mit mehr als 50 Teams freuen. Für die Gruppe aus Schönau sprang der 33. Rang (Silber-Wertung: Platz 26) heraus.

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Unzählige Helfer aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen machten die von Kreisjugendwart Jürgen Schreier und dessen Stellvertreter Josef Dietenhauser hervorragend geplante Veranstaltung zu einem großen Erfolg. Im Rahmen einer Mitmach-Meile in der Schrobenhausener Innenstadt konnte sich die Bevölkerung über die vielfältige Arbeit der bayerischen Hilfsorganisationen informieren.

Auch die Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim unterstützte den Landesentscheid 2016. Neben dem universell einsetzbaren Mehrzweckanhänger wurde zudem die hochwertige Lautsprecheranlage zur Verfügung gestellt. Das hierfür notwendige Zugfahrzeug kam von der Feuerwehr Kolbermoor.

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Beim im Juli stattfindenden Bundesentscheid des internationalen Wettbewerbs in Rostock werden die Siegermannschaften aus Oberneukirchen und Heldenstein (beide Landkreis Mühldorf) den bayerischen Feuerwehrnachwuchs vertreten. Wir wünschen ihnen auf diesem Wege viel Erfolg.

 

Von und mit Freunden gelernt

Dass aktive Mitglieder der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks (THW) nicht nur im Ernstfall eng und freundschaftlich zusammenarbeiten, hat nun eine besondere Ausbildungspartnerschaft bewiesen. Kreisbrandrat Richard Schrank sowie Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Pöhmerer absolvierten in den vergangenen Monaten die THW-Grundausbildung und schlossen diese kürzlich mit Erfolg ab.

Gruppenfoto THW

Entstanden war die Idee im Rahmen einer gemeinsamen Jugendaktion. Für Markus Otto, Jugendbetreuer des THW-Ortsverbandes Rosenheim, und Manuel Pöhmerer stand schließlich fest: Feuerwehr und Technisches Hilfswerk können sich durch eine gemeinsame Ausbildung noch besser kennenlernen. Kurzerhand entschloss sich daher auch Richard Schrank zur Teilnahme und tauschte zusammen mit dem Kreisjugendfeuerwehrwart die schwarze Schutzkleidung mit dem markant blauen THW-Schutzanzug.

„Uns ging es darum, die Strukturen, das Arbeitsspektrum und selbstverständlich die Mitglieder des Technischen Hilfswerks kennenzulernen. Außerdem wollten wir Vorurteile – die zumeist aus Unwissenheit resultieren – abbauen“, erklärten Schrank und Pöhmerer. THW und Feuerwehren arbeiteten bei Großschadenslagen oder schweren Unfällen, wie nicht zuletzt beim Zugunglück von Bad Aibling, ganz selbstverständlich Hand in Hand und ergänzten sich dadurch zum Wohle der Hilfesuchenden.

Welche Ausbildungsinhalte angehende THW-Helfer absolvieren müssen, um mit ihren Spezialgerätschaften vor Ort professionell arbeiten zu können, erlebten die beiden Vertreter der Kreisbrandinspektion Rosenheim nun hautnah mit. Zahlreiche Abende und mitunter ganze Wochenenden waren seit Herbst 2015 erforderlich, um an den theoretischen und praktischen Lernmodulen teilzunehmen. Feste Ansprechpartnerin war hier die Ausbildungsbeauftragte des THW-Ortsverbandes Rosenheim, Christine Dobler.

So mancher Knoten, der für Feuerwehrmitglieder zunächst völlig fremd war, aber auch die Selbstverständlichkeit des Einsatzes schwerer Rettungsgeräte und Maschinen während der Grundausbildung sorgten dabei für einige Überraschungen. Einen großen Schlagbohrhammer zur Bearbeitung von Gestein findet man eben nur in einem klassischen THW-Einsatzfahrzeug.

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Richard Schrank und Manuel Pöhmerer hatten schließlich am Prüfungstag genau wie die übrigen THW-Teilnehmer sechs Stationen zu bewältigen. Angefangen vom Aufstellen einer Steckleiter und dem korrekten Anlegen von Knoten und Stichen, über den Aufbau einer Beleuchtungseinheit und die Durchführung einer Verkehrsabsicherung bis hin zur Inbetriebnahme einer Tauchpumpe war stets volle Konzentration gefordert.

Zudem mussten Sandsäcke befüllt, eine verletzte Person aus schwierigem Gelände per Trage abtransportiert, Hydraulikheber und Hebekissen eingesetzt sowie Holzbalken zurechtgesägt und durch Metall-Schraubverbindungen mit anderen Balken zusammengesetzt werden.

Prüfungsleiter Markus Otto zeigte sich nach dem langen Prüfungstag hocherfreut, dass alle angetretenen Prüflinge die Grundausbildung erfolgreich beenden konnten. Und Manfred Bock, der auch für Rosenheim und Bad Aibling verantwortliche Geschäftsführer, gratulierte Richard Schrank und Manuel Pöhmerer ganz herzlich. Es sei ein starkes partnerschaftliches Zeichen, dass zwei Führungsdienstgrade der Kreisbrandinspektion Rosenheim die Zusammenarbeit zwischen THW und Feuerwehr auch abseits des Einsatzgeschehens aus voller Überzeugung gestärkt und aktiv vorgelebt hätten.

 

Kooperativer Kreisentscheid in Mühldorf

Zwölf Mannschaften aus drei Landkreisen traten beim Kreisentscheid 2016 für den CTIF-Wettbewerb der Jugendfeuerwehren in Mühldorf am Inn an. Unter ihnen auch die Gruppen aus Flintsbach und Schönau im Kreis Rosenheim.

Bei strahlendem Sonnenschein und besten Voraussetzungen auf dem Gelände absolvierten die Mannschaften ihren ersten öffentlichen Wettbewerb nach der Trainingspause. Dank der guten Organisation der Veranstaltung durch die Kreisjugendfeuerwehr sowie die Kreisbrandinspektion Mühldorf und der vielen Helfer und Wertungsrichter erlebten die Jugendlichen einen spannenden Tag.

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In der Wertung des Landkreises Mühldorf setzte sich die Mannschaft Oberneukirchen 1 vor Heldenstein-Lauterbach 1 durch. Ein landkreisübergreifendes Team Au am Inn/Flintsbach/Altmühldorf belegte den sechsten Rang. Die gleiche Gruppe wurde wegen der Mitgliedschaft der Flintsbacher Jugendlichen auch als Mannschaft aus dem Landkreis Rosenheim gewertet und konnte sich hier vor dem Team aus Schönau platzieren.

Mit Altenerding und Hörlkofen beteiligten sich auch zwei Gruppen aus dem Landkreis Erding in einer Gästewertung und machten den Kreisentscheid in Mühldorf zu einer gelungenen, kooperativen Veranstaltung. Alle zwölf Teams waren schließlich zur Teilnahme am oberbayerischen Bezirksentscheid in Moosburg (Landkreis Freising) berechtigt.

 

Manuel Pöhmerer ist neuer Beisitzer im Kreisjugendring

In der Frühjahrsvollversammlung des Kreisjugendrings Rosenheim am 20. April 2016 wurde ein bis dato offener Beisitzerposten im Vorstand neu vergeben. Die Anwesenden sprachen sich einstimmig für Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer aus, welcher ab sofort den Feuerwehrnachwuchs an prominenter Stelle vertritt.

Kreisjugendring 2016

Vorsitzende Erika Spohn zeigte sich hocherfreut, dass nun ein neuer Repräsentant eines der großen Jugendverbände dem Führungsteam angehört. Pöhmerer wurde für eine Amtszeit von eineinhalb Jahren gewählt, dann finden die turnusgemäßen Neuwahlen der gesamten Vorstandschaft des Kreisjugendrings statt.

Zuvor hatte der Kreisjugendwart die Arbeit der Jugendfeuerwehren im Landkreis Rosenheim vorgestellt, über die aktuellen Mitgliederzahlen berichtet und anhand zahlreicher Fotos die vielfältigen Aktivitäten der Feuerwehranwärter während ihrer Ausbildung präsentiert.

Foto (von links): Matthias Seibt, Kevin Heck, Georg Machl, Erika Spohn, Michael Heindl, Stefanie Knochner, Manuel Pöhmerer, Elisabeth Redl und Thomas Unger.

 

Gemeinsam zurück zu den Wurzeln

Im Rahmen eines Jugendwartseminars der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim konnten 19 Ausbilder aus dem Landkreis kürzlich ihr Fachwissen auffrischen und wertvolle Anregungen für ihre Arbeit vor Ort mitnehmen.

Unter dem Motto „back to the roots“ trafen sich die Teilnehmer in Au bei Bad Aibling. Ziel des Seminars war es, neu ins Amt gekommene Jugendwarte mit erfahrenen Kameraden zusammenzubringen, um ihnen den Einstieg in ihre wichtige Aufgabe zu erleichtern. Neben allgemeinen Rechtsgrundlagen für die Jugendarbeit befassten sich die Anwesenden unter anderem mit finanziellen Zuschussmöglichkeiten, praktischen Übungsthemen, Leistungsabzeichen, der Modularen Truppausbildung und tauschten sich rund um die Aktivitäten der örtlichen Jugendfeuerwehren aus.

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Es wurde deutlich, dass neben der allgemeinen feuerwehrtechnischen Ausbildung auch ergänzende Freizeitangebote für die Jugendlichen organisiert werden sollten. Hierzu zählen beispielsweise Ausflüge, Zeltlager, Sportaktionen, Ferienprogramme und auch Engagement im sozialen Bereich oder im Umweltschutz. Das gezielte Einbeziehen der Eltern der Feuerwehranwärter sowie der aktiven Mannschaft sind ebenfalls von großer Bedeutung für den Zusammenhalt, die Öffentlichkeitsarbeit und die Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit. Zudem müssen sich die verantwortlichen Jugendwarte stets ihrer Rolle als Vorbildperson für die Jugendlichen bewusst sein.

Für die Abrundung des erfolgreichen Seminars sorgte schließlich ein praktischer Teil. Nicht nur das Ausprobieren von Elementen aus Jugendleistungsabzeichen, sondern auch die Präsentation von Übungsideen und Geschicklichkeitsübungen mit Ausrüstungsgegenständen zu diversen Themen konnten gute Eindrücke über kreative Nachwuchsarbeit in der Jugendfeuerwehr vermitteln. Die gemeinsamen Gespräche mit Erfahrungsaustausch und das Knüpfen neuer Kontakte sorgten für eine allseits positive Rückmeldung durch die Teilnehmer.

Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr Au bei Bad Aibling, welche die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat, und den Referenten/-innen Josef Antretter jun. (FF Au), Anna Pertl (FF Flintsbach), Manuel Pöhmerer (Kreisjugendwart) sowie Elisabeth Smettan (FF Bachmehring).