Aktuelle Themen

Gemeinsam wichtige Praxiserfahrungen gesammelt

Um die zahlreichen Jugendübungen spannender und realitätsnäher zu gestalten, organisierten die Jugendwarte der Feuerwehren Riedering und Pietzing kürzlich gemeinsam eine 24-Stunden-Übung. Die insgesamt 16 Teilnehmer hatten dabei viele kleine und große, einfachere sowie anspruchsvolle Einsätze zu meistern.

1   2

In zwei davon wurden beide Feuerwehren alarmiert, sodass die Zusammenarbeit mit einer anderen Feuerwehr trainiert wurde. Gleich nach dem Eintreffen der Jugendlichen um 10 Uhr kam schon der erste Alarm: Eine Ölspur. Es folgten weitere Einsatzszenarien, bei denen unter anderem Erste Hilfe, Verkehrsabsicherung, der Aufbau eines Löschangriffs sowie das korrekte Vorgehen bei einem Gefahrstoffaustritt gefragt waren. Auch der Umgang mit den neuen Digitalfunkgeräten wurde den jungen Feuerwehrlern nahegebracht.

Es gab eine eigene Leitstelle, die unter anderem von ihnen selbst geführt wurde. Dabei lernten sie Funkrufnamen, den Aufbau eines Alarmfaxes und natürlich das Funken zu den Einsatzkräften vor Ort kennen. Um das Ganze in der Realität zu sehen, wurde zusätzlich ein Ausflug in die Integrierte Leitstelle Rosenheim unternommen. Dort bekam die Jugend beider Feuerwehren eine Führung und konnte den Mitarbeitern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Anschließend folgte ein gemeinsames Grillen in Riedering.

3   4

Um den Tag abzurunden, gab es für die Pietzinger noch eine Vermisstensuche im Wald. Die Riederinger beendeten den Tag mit einem aus der Kontrolle geratenen „Daxenfeuer“. Früh am Morgen wurden die Jugendlichen von einem neuen Alarm geweckt: Für Pietzing stand eine Türöffnung an, Riedering hatte einen Brandmeldealarm. Nach einem gemeinsamen Frühstück in Pietzing sorgte zum Abschluss der Übung plötzlich ein Gebäude-Großbrand für Aufregung. Erneut mussten beide Feuerwehren ihr Können zeigen und zusammen kooperieren, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Auch die First Responder waren vor Ort. Selbstverständlich bekamen die Jugendfeuerwehrler stets Unterstützung, Hilfe und Rat von erfahrenen Mitgliedern. Auf diese Weise konnten die angehenden Feuerwehrfrauen und -männer eine Menge lernen und jeden Übungseinsatz erfolgreich meistern.

 

Junge Retter groß im Einsatz

Helfen macht Spaß und zusammen mit anderen Organisationen lässt sich eine Menge bewegen. Bei ihrer diesjährigen 24-Stunden-Jugendübung in und rund um Wasserburg hatten die Nachwuchsretter am 17. und 18. September 2016 wieder viele knifflige Aufgaben zu meistern.

1   3

Unmittelbar nach dem Bezug des gemeinsamen Nachtquartiers im Wasserburger Feuerwehrhaus und der Einteilung der gemischten Fahrzeugbesatzungen erfolgten auch schon die ersten Alarmierungen. Fast zeitgleich mussten die mehr als 40 beteiligten jungen Helfer im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren mit Blaulicht zu zwei schweren Unfällen ausrücken. Auf dem Gelände des Inn-Salzach-Klinikums war ein Bauarbeiter verunglückt und im Burgerfeld eine Fußgängerin unter einem LKW eingeklemmt. Stets in Begleitung erfahrener Feuerwehrmitglieder konnten diese Herausforderungen gemeistert werden.

14   13

Das Organisationsteam rund um Jugendwart Erol Coskun hatte auch dank der Unterstützung durch zahlreiche Sponsoren ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Nach der Bekämpfung eines Zimmerbrandes in der engen Sedlmaiergasse und der Rettung von zwei Personen aus dem Inn ging es für die Mitglieder der Jugendfeuerwehren Attel-Reitmehring, Bachmehring und Wasserburg sowie der Johanniter-Jugend und der Wasserwacht-Jugend mit einem hell lodernden Feuer am Innufer oberhalb der Staustufe weiter.

6   7

Vor dem wohlverdienten Abendessen hieß es dann plötzlich noch „Hochwasserdamm wird unterspült – Auf geht’s zum Sandsackfüllen am Bauhof.“ Mit Hilfe einer Menschenkette wurden die Säcke im Anschluss rasch an den Inndamm verbracht, wo die angenommene undichte Stelle unter fachkundiger Anleitung abgedichtet werden konnte. Zum Abschluss des Tages vor Eintritt der Nachtruhe wartete ein weiterer Einsatz auf die jungen Helfer. Aus dem Dachgeschoss des Eiselfinger Rathauses wurde eine starke Rauchentwicklung mit einer vermissten Person gemeldet. Die Nachwuchsfeuerwehrler hatten die Lage rasch im Griff: „Feuer aus, Person gerettet, Gebäude wird mit Spezialgeräten belüftet“, hieß es alsbald über Funk.

11   8

Abgerundet wurde das erlebnisreiche Übungswochenende schließlich am Sonntagmorgen durch die Suche eines Vermissten in der Altstadt. Der Austausch mit Mitgliedern anderer Rettungsorganisationen und erfahrenen Einsatzkräften sowie das Knüpfen neuer Kontakte hatten zusammengeschweißt. Die jeweiligen Jugendleiter zogen daher ein einheitlich positives Fazit: Genau auf diese hoch motivierten, ehrenamtlich engagierten Menschen kann man sich in Zukunft fest verlassen, wenn Menschen in Not schnelle und effektive Hilfe benötigen.

 

Spannende Eindrücke in Berlin

Nach dem deutsch-finnischen Jugendleiteraustausch im August ist kürzlich wieder eine Delegation der Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim in Richtung Norden aufgebrochen. Allerdings lag der Zielort für die Delegiertenversammlung der Deutschen Jugendfeuerwehr vom 9. bis 11. September 2016 innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik – die Hauptstadt Berlin.

DJF 2016 2   DJF 2016 1

Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer und Kreisjugendsprecherin Christina Ralser waren zwei von insgesamt vier oberbayerischen Delegierten. In der Feuerwache Mitte wirkten sie an der einstimmigen Wahl von Heinrich Scharf aus Amberg zum neuen Bundesjugendleiter mit. Darüber hinaus wurde auch über die neue Bekleidungsrichtlinie der Deutschen Jugendfeuerwehr abgestimmt. Sie sieht vor, dass es nun mehr und an die aktuellen Anforderungen besser angepasste Schutzkleidung geben wird. Im Rahmen einer Rundfahrt konnten die bayerischen Besucher auch tolle Impressionen von Berlin sammeln.

DJF 2016 3   DJF 2016 4

„Die Fahrt in die Hauptstadt ist natürlich langwierig, aber es war für mich wirklich sehr interessant, hautnah einen Eindruck von der Arbeit der Deutschen Jugendfeuerwehr zu bekommen. Und es war ein besonderes Erlebnis, an Entscheidungen mit weitreichenden Auswirkungen selbst teilhaben zu dürfen“, erklärte Christina Ralser. Für Manuel Pöhmerer stellte die Wahl eines Bayern zum Bundesjugendleiter ein wichtiges Signal auch für die Heimatregion dar: „Heinrich Scharf ist für uns stets gut erreichbar und der richtige Mann für diese zentrale Führungsposition.“